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News & opinion

7 MAI 2018

UNESCO und RICS einig in Zielen

Auf dem RICS-Focus in Berlin haben wir mit der UNESCO und 250 Professionals über smarte Erfolgskonzepte für Städte und Regionen diskutiert.

„Die Suche nach nachhaltigen Antworten darauf, was Regionen intelligent macht, verbindet die UNESCO und die RICS“, betonte die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, in ihrer Keynote zum Auftakt der 14. Jahreskonferenz der RICS in Deutschland.

Mobilität neu denken   

Für smarte und digitale Anwendungen sind Städte prädestiniert. Das haben die Vorträge gezeigt, die sich mit der Entwicklung von digitalen Applikationen und Geschäftsmodellen befassen. Dabei ist die Mobilität neben der Gebäudetechnik am weitesten fortgeschritten in der Entwicklung von nutzenbringenden Modellen. Vor allem im ÖPNV werden durch selbstfahrende Busse oder Verkehr-on-demand ganz neue Möglichkeiten eröffnet.   

Begegnungsräume schaffen

Digitalität ist mit Sicherheit der Treiber vieler Entwicklungen, darin waren sich die Teilnehmer einig, aber die Kultur bildet die Basis, auf der diese Anwendungen entstehen können.

Seelenlose Megacities   

Zur Diskussion über Smart Cities gehört eine ganzheitliche Betrachtung der Entwicklungen. Das haben die Vorträge von JoachimSchares, Albert Speer + Partner, Dr. Manfred Kupka, BRICS Real Estate Advisors und Dr. Georg Allendorf FRICS, RREEF Management GmbH gezeigt. Bei aller Anerkennung für die Bedürfnisse einer beschleunigten Stadtentwicklung in Indien, China oder Südkorea, laufen die dortigen Megacities Gefahr, zu seelenlosen Strukturen zu werden, wenn die Bedürfnisse der Menschen nicht berücksichtigt werden.

Intelligente Planung

Wie diesen Bedürfnissen Rechnung getragen wird, nämlich durch intelligente Planung, haben Alanus von Radecki, Leiter Urban Governance Innovation Fraunhofer IAO, Wolfgang Grubwinkler, Erster Bürgermeister der Stadt Eggenfelden und Roland Stöcklin, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Metropolregion Rhein-Main GmbH aufgezeigt. Stadtplanung muss langfristig angelegt sein und smarte Konzepte so berücksichtigen, dass Strukturen und Quartiere bei Fertigstellung und darüber hinaus den Anforderungen der Bewohner dienen.

Glokalisierung als gesellschaftliche Normalität   

Reiner Nagel, Vorstandsvors. Bundesstiftung Baukultur, sieht große Chancen im ländlichen Raum, vorausgesetzt man schafft die richtigen Anreize. Dass die Lebenszufriedenheit der Bewohner ein starker Investitionsanreiz sein kann, zeigte uns Prof. Dr. Kerry-U. Brauer FRICS, stv. Präsidentin der Berufsakademie Sachsen, in ihrem Vortrag auf. Ursula Hartenberger, RICS Head of Global Sustainability, stellte Beispiele aus europäischen Ländern vor, in denen smarte Konzepte erfolgreich umgesetzt worden sind.

Was habe ich mitgenommen?

Eine erfolgreiche, nachhaltige Entwicklung von smarten Städten und Regionen ist nicht möglich, ohne den Menschen einzubeziehen. Dass vor allem die Städte heute „smart“ gedacht werden, sollte für die Regionen ein Anreiz zu sein, sich ebenfalls intelligent aufzustellen und den Wettbewerb um die Attraktivität anzunehmen. Am Ende gehen die Menschen dahin, wo sie Wohn- und Begegnungsräume finden, in denen sie sich wohlfühlen.