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Press release

2 NOV 2017

Robuste Dynamik auf europäischem Immobilieninvestmentmarkt

Deutschland nimmt Spitzenposition ein, wobei Berlin und Frankfurt starken Nachfrageanstieg verzeichnen

Der RICS Global Commercial Property Monitor, ein Frühindikator für den gewerblichen Vermietungs- und Investmentmarkt weltweit, deutet auf eine robuste Dynamik auf dem europäischen Immobilieninvestmentmarkt im dritten Quartal 2017 hin. Deutschland nahm in diesem Zeitraum die Spitzenposition ein, wobei Berlin und Frankfurt einen starken Nachfrageanstieg verzeichneten. Auch München wies einen solchen auf, der im Vergleich jedoch etwas niedriger ausfiel.

Die meisten der befragten Unternehmen in Deutschland erwarten zwar, dass der Markt bald seinen Höhepunkt erreichen wird, sie gehen dennoch von einem Kaufpreisanstieg in diesen Städten in den nächsten 12 Monaten aus.

Der aktuelle Nachfrageüberhang führt zu äußerst positiven Erwartungen hinsichtlich der Kaufpreisentwicklung in Budapest, Dublin, Lissabon und Sofia.

Der Vermietungsmarkt verzeichnet in Europa weiterhin die dynamischste Entwicklung, vor allem in Ost- und Mitteleuropa. Sowohl Ungarn, die Tschechische Republik und Bulgarien als auch Spanien und Portugal wiesen im dritten Quartal die höchsten Wachstumsraten auf.

Diese bemerkenswerte Dynamik geht auf diesen Märkten einher mit einer robusten konjunkturellen Entwicklung. Sämtliche Länder verbuchten ein jährliches BIP-Wachstum von mindestens 3 Prozent. Die positive Wirtschaftsentwicklung führt zu einer steigenden Nachfrage nach Mietflächen und lässt ein höheres Mietpreisniveau erwarten.

Mietmarkt Deutschland (RICS Occupier Sentiment Index, OSI)**

Der Mietmarktindex „Occupier Sentiment Index”, der die Dynamik auf dem Gesamtmarkt abbildet, lag im dritten Quartal mit +31 praktisch unverändert auf dem Stand des Vorquartals. Daraus lässt sich eine solide Marktdynamik auf dem Vermietungsmarkt ablesen.

Die Mieternachfrage verzeichnete zum wiederholten Mal einen robusten Anstieg und entsprach der Nachfrageentwicklung der drei Vorquartale. Zwischen den Immobilienarten gibt es jedoch weiterhin Unterschiede: Die Nachfrage nach Büroflächen nahm stark zu, während der Einzelhandel nur marginale Zuwächse verzeichnen konnte.

Das Mietflächenangebot im Büro- und Industriesegment entwickelte sich zwar rückläufig, das Einzelhandelssegment verzeichnete jedoch im zweiten Quartal in Folge eine gleichbleibende Entwicklung. Die Vermieter konnten im dritten Quartal die Mieter-Incentives etwas zurückfahren.

Die prognostizierte Mietpreisentwicklung in den nächsten 12 Monaten für erstklassige und sekundäre Büroflächen schlägt alle anderen Marktsegmente. Dennoch fallen die Prognosen für sekundäre Einzelhandelsobjekte etwas schlechter aus (trotz einer leichten Aufwärtskorrektur gegenüber dem zweiten Quartal).

Im Städtevergleich weist Berlin weiterhin die beste Prognose für die nächsten 12 Monate auf, was vor allem auf den Markt für erstklassige Büroflächen zurückzuführen ist. Die Prognosen in München sind in fast allen Marktsegmenten positiv. Im Gegensatz dazu hinken die Erwartungen in Frankfurt in allen Marktsegmenten dem landesweiten Durchschnitt etwas hinterher.

Investmentmarkt Deutschland (RICS Investment Sentiment Index, ISI)*

Der Investmentmarktindex „Investment Sentiment Index” verbesserte sich von +42 auf +50, was auf eine robuste Entwicklung auf dem Investmentmarkt hindeutet.

Die Nachfrage legte im dritten Quartal in allen Marktsegmenten deutlich zu — insbesondere nach Einzelhandelsobjekten. Auch das Interesse von Investoren aus dem Ausland zog über alle Assetklassen hinweg an.

Das Angebot verzeichnete in allen Segmenten einen deutlichen Rückgang. Die Befragten gaben im Schnitt ein Minus von 42 Prozent an.

Nach Einschätzung von 64 Prozent der Befragten befindet sich der Markt am Höhepunkt des Marktzyklus (Vorquartal: 60 Prozent), allerdings gehen immerhin 32 Prozent der Befragten davon aus, dass es noch Luft nach oben gibt.

Obwohl die Hälfte der Befragten der Meinung ist, dass der Markt seinen Höhepunkt in naher Zukunft erreichen wird, wurden die Kaufpreisprognosen für die nächsten 12 Monate zum ersten Mal seit vier Quartalen nach oben korrigiert. Es wird davon ausgegangen, dass die Kaufpreise in allen Marktsegmenten – in unterschiedlichem Maße – anziehen werden.

In Berlin geht man von stärkeren Zuwächsen in den kommenden 12 Monaten aus als im Rest des Landes. Die Prognosen für Frankfurt fallen etwas niedriger aus – insbesondere aufgrund sekundärer Industrie- und Einzelhandelsobjekte.

Download Headline Report und Ländereports

* Investment Sentiment Index (ISI):  Diese Kennziffer kombiniert die Ergebnisse zur Investorennachfrage mit dem Angebot an zum Verkauf stehenden Immobilien und Erwartungen zum Immobilienpreis.

** Occupier Sentiment Index (OSI): Hier werden die Nachfrage nach Mietflächen, die Verfügbarkeit von Mietflächen und Anreizpakete der Vermieter für potenzielle Mieter berücksichtigt.

Vorschau:

11. RICS Bewertungskonferenz (Frankfurt, Jumeirah Hotel) – 25. Januar 2018, 12-17
14. RICS-Focus (Berlin, Ellington Hotel) – 19. April 2018, 9.30-18

Ansprechpartner:

Judith Gabler
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